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Kiel vor RB Leipzig: BTB sprach mit Bornemann

3. Liga: Möglicherweise wartet mit dem Tabellensechsten RB Leipzig am heutigen Dienstag (19 Uhr ist Kickoff) ein Gegner mit gehörigem Stolper-Potential. Auch deshalb war es an der Zeit, mal wieder mit Kiels Andreas Bornemann (Foto: Mitte) zu reden.

 

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Herr Bornemann, warum steckt in dem Beinahe-Klassiker gegen RB Leipzig eine besondere Brisanz?
Es gab in der Regionalliga ja bereits das ein oder andere Aufeinandertreffen und mitunter ging es dabei auch im die vorderen Plätze. Und beide Mannschaften hatten sicherlich auch zu Regionalligazeiten die Ambitionen, eine Klasse höher spielen zu wollen. Alles in allem sehe ich in dem Spiel nicht mehr Brisanz, als in anderen Spielen in der 3. Liga.

Die Bilanz gegen RB Leipzig ist eindeutig: 4 Spiele, 2 Siege RB, 2 Siege Kiel. Kann das ein Vorteil sein?
Herr Bornemann versteht den kleinen Gag natürlich … und antwortet dann:
Natürlich erinnern wir uns alle gerne an das 5:1 in Leipzig vor gut zweieinhalb Jahren. Aber umgekehrt haben wir ja auch schon zwei Niederlagen gegen RB einstecken müssen. Insofern können und wollen wir aus den wenigen Aufeinandertreffen nicht so viele Schlüsse ziehen. Fakt ist: RB ist vergangene Saison ohne Niederlage durchgekommen und war auch in der Relegation gegen Lotte souverän. Aber wir sind auch mit unserem Saisonstart zufrieden.

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Sie reisen nun als Tabellenzweiter der Dritten Liga nach Leipzig. Haben Sie sich schon an den Spitzenplatz da oben gewöhnt?
Wir wissen einfach, dass die Liga sehr ausgeglichen ist und es ganz schnell in eine andere Richtung gehen kann. Wir addieren ja auch immer nur die Punkte zusammen und wollen nun schnellstmöglich die Zähler 15, 16  und 17 einfahren. Die letzten Jahre in der Dritten Liga haben gezeigt, dass man am Ende um die 40 bis 45 Punke haben sollte, um sicher dem Abstiegskampf aus dem Weg zu gehen. Insofern hat der jetzige Tabellenstand zu diesem Zeitpunkt keine Aussagekraft für uns. Bestenfalls können wir zwei Tage vor Weihnachten mal auf die Tabelle schauen.

Wie gut hat Ihnen eigentlich die jüngste „Kicker“-Headline „Holstein Cool“ gefallen?
Ehrlich gesagt habe ich überlegt, ob ich mich darüber ärgern oder darüber lachen soll. Aber das sind jetzt eben die Begleiterscheinungen mit denen wir leben müssen.

Was stört Sie an solchen Schlagzeilen beziehungsweise Geschichten?
Holstein Kiel besteht ja aus 26, 27 Spielern. Aber dort wird man auf einmal auf 12 eingedampft und es werden eben nur einige Spieler rausgepickt. Obwohl wir immer betonen, dass wir für ein erfolgreiches Bestehen in der Liga den gesamten Kader benötigen. Ich persönlich muss sagen, ich fand‘ den Artikel nicht so doll. Letztlich weiß aber jeder bei uns, entscheidend ist unsere Einschätzung und nicht die Berichterstattung.

Foto: calcio-culinaria.de
Benny Semmler

Papa, Blogger, Mitgründer FRISCHER FILM, Seniorenspieler USC Paloma, Mitglied UnterstützerClub des FC St. Pauli, Towers-Fan und Gotnexxt.de-Follower.