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4 Tests! Darum übt Lübeck so gerne gegen MV

Beim VfB Lübeck ist die Welt in bester Ordnung. Als klarer Tabellenführer lässt sich halt auch gut in die Wintervorbereitung gehen. Dabei im Fokus: Testspiele gegen Mannschaften aus dem benachbarten Mecklenburg. Vor dem heutigen Spiel gegen die TSG Neustrelitz sprach BTB mit Cheftrainer Denny Skwierczynski. 

 

Neubrandenburg, Neustrelitz, Pampow und Schönberg – was sich anhört wie eine Kaffeefahrtroute für Rentner im beschaulichen Mecklenburg-Vorpommern ist in Wahrheit ein Auszug aus dem Testspielprogramm des VfB Lübeck. Bleibt die Frage: Warum testet der Klubs aus dem Osten Schleswig-Holsteins so gerne gegen die Ost-Teams?

Chefrainer Denny Skwierczynski gibt gegenüber BLOG-TRIFFT-BALL die Antwort: „Es ist vor allem die Spielweise der Gegner, die uns sehr interessiert. Ich habe das Gefühl, dass die Ost-Mannschaften aus der traditionellen Spielweise heraus einen Zacken härter zur Sache gehen. Das fordert enorm und hilft uns dadurch weiter.“

Doch nicht nur das leidenschaftliche und kämpferische Auftreten der Mecklenburger Teams gefällt dem 39-Jährigen, auch die regionale Nähe erweist sich in diesem Fall als absoluter Segen. „Wir liegen ja sehr nahe an Mecklenburg-Vorpommern. Von daher bieten sich solche Tests natürlich sehr gut an“, so Skwierczynski.

Einen echten Leckerbissen bekommen die Lübecker am heutigen Mittwochabend serviert. Der Spitzenreiter aus der Schleswig-Holstein Liga darf sich mit einem echten Brocken messen und zwar mit dem souveränen Tabellenführer aus der viertklassigen Regionalliga-Nordost, in diesem Fall verkörpert von Thomas Brdaric und seiner sensationellen TSG Neustrelitz, die in der Hinrunde zwischenzeitlich 13-mal in Folge gewann. Für Skwierczynski ein Highlight: „Es ist toll gegen so eine Mannschaft testen zu dürfen. Das wird uns auch zeigen wo wir stehen.“

Allerdings bedauert der Erfolgstrainer den frühen Zeitpunkt der Austragung: „Es ist schade, ein Test zu einem späteren Zeitpunkt hätte wohl noch mehr Qualität versprochen. Aber wir sind erstmal überhaupt sehr froh, dass die TSG bei uns spielen möchte.“

Wie viele Zuschauer die Partie verfolgen werden ist noch unklar, mehrere hundert Schaulustige können jedoch erwartet werden. Skwierczynski wünscht sich logischerweise eine gute Kulisse: „Natürlich hoffe ich das vielleicht 500 zusammenkommen. Ich bin dabei auch recht optimistisch, schließlich konnten wir zuletzt immer aus unsere Fans verlassen.“

Die weitere Winterpause wollen die Lübecker indes vor allem für die taktische und technische Weiterentwicklung nutzen, schließlich sind die Akteure nach den kurzen Ferien weiterhin in einem guten konditionellen Zustand. Wo die Reise am Ende hingehen soll, definiert Skwierczynski deutlich: „Der Verein ist seit langer Zeit wieder schuldenfrei und wir besitzen eine grundsolide Basis. Der Verein möchte aufsteigen, allerdings ist gerade die Relegation zum Abschluss eine ganz eigene Geschichte, in der es auf die richtige Portion Glück drauf ankommt.“

Benny Semmler

Papa, Blogger, Mitgründer FRISCHER FILM, Seniorenspieler USC Paloma, Mitglied UnterstützerClub des FC St. Pauli, Towers-Fan und Gotnexxt.de-Follower.