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Frank Pagelsdorf: Ruhestand? „Nein“

BTB-Autor Hannes Hilbrecht rief einfach mal bei Frank Pagelsdorf an. Dieser reagierte ausgesprochen freundlich und gab BLOG-TRIFFT-BALL ein seltenes wie begehrtes Interview zur aktuellen Hansa-Krise. Inklusive: Mehrere Statements zum Stand seiner ganz persönlichen Trainer-Karriere.

 

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Würde der FC Hansa Rostock seinen Trainer des Jahrhunderts wählen lassen, ein Sieg von Frank Pagelsdorf wäre gewiss nicht unwahrscheinlich. Zwei Aufstiege in die Bundesliga, eine bärenstarke Bundesliga-Saison und viele mit reichlich Renommee überhäufte Pagel-Entdeckungen nährten seinen Status als Trainer-Herkules.

BLOG-TRIFFT-BALL erwischte Frank Pagelsdorf nun in Hamburg. Und dieser bekannte wie es nicht anders zu erwarten war: „Natürlich bin ich besorgt um Hansa. Ich beobachte das alles sehr genau.“

Pagelsdorf und Hansa – das war schon immer eine positive Beziehung. Die ihren Anfang nahm, als der gebürtige Hannoveraner nach zwei Spielzeiten bei Union Berlin den Klub  im Jahr 1994 übernahm und direkt in die Bundesliga führte. Kicker der Güteklasse Barbarez und Beinlich an der Ostsee präsentierte. Es sollte nicht sein einziger Auftritt mit rasantem Aufstieg im Rostocker Gewand sein, denn zwölf Jahre nach dem ersten Husarenstück ähnelten die Feierlichkeiten im Rostocker Stadion einer Dublette des Frühjahres 1995. Im Interview mit BLOG-TRIFFT-BALL sprach Pagelsdorf von einer tollen Zeit, die ihn sogar bis in aktuelle Interkontinental-Flüge zwischen Florida und Hamburg begleitet: „Neulich wurde ich im Flugzeug von Hansa-Fans angesprochen, die meinten, unter mir sei es ja am schönsten gewesen. Natürlich freut es mich, dass man mich nicht vergessen hat“, so der heute 56-Jährige.

Es wurden aber nicht nur Erinnerungen ausgetauscht, sondern auch konkrete Fragen gestellt. Zum Beispiel: wurde die Trainerkarriere inzwischen, ganz klangheimlich, beendet? „Nein“, entgegnete „Pagel“ forsch, kurz in seinem bekannten wie geschätzten Ruhepol wankend. Es war ein klares, ein prägnantes Gespräch. Über seine Ziele als Trainer, die ihm noch heute vom Ruhestand fernhalten. Was ihn noch fesselt. Auch ganz lapidar gefragt, wie er reagieren würde, wenn ihn nochmals der Hilfeschrei von der Warnow erreichen würde. Das übrigens unabhängig von der besetzten  Trainerposition.

Am Ende, und das war das Highlight des Gespräches, lachte Frank Pagelsdorf. Es war ein schöner Moment. Der sein „Nein“ auf die Frage, ob es einen Wunschverein für sein letztes Trainerziel geben würde, ein wenig konterkarierte – oder sogar noch verstärkte. Ich weiß es gar nicht genau – und das machte es noch spannender.

Frank Pagelsdorf im Interview- 17 Fragen, klare Antworten. Ein Trainer, der keine Suade,  keinen belanglosen Redeschwall benötigt, um viel zu erzählen. Dafür gab es aber eine Prise Humor.

HIER einfach ohne Anmeldung direkt in wenigen Sekunden das Interview kaufen und damit ein vielleicht bald werbefreies und noch stärkeres BLOG-TRIFFT-BALL-Programm schaffen. ► Zum Gespräch mit Frank Pagelsdorf.

Hannes Hilbrecht

Hannes Hilbrecht schreibt und schrieb nebenbei für ZEIT ONLINE, NDR.de und den Berliner Tagesspiegel. Füllt ein Marketing-Magazin mit Liebe (GrowSmarter.de) Und er liest eine spannende Case Story genauso gerne wie den neuen Roman von Ralf Rothmann.