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Exklusive Fakten zur Hinrunde der OLHH

Kann nur ein Gastbeitrag sein – hat nämlich was mit Arbeit zu tun. Aber bei diesem Artikel geht uns echt einer ab. Denn was Andreas Killat, der Mann, der Hamburgs wichtigstes Fußballforum seit Jahrhunderten am Leben hält, uns da an Statistiken zur Hinrunde der Oberliga Hamburg ins Brett geritzt hat, DAS IST GEIL! Zu jedem Oberligisten gibt’s News, die ihr so nicht wusstet oder nur mit ganz viel Arbeit rausbekommen hättet. Unser Beitrag: 532 Tore sind gefallen. The stage is yours, „Eilbek-Andi“!

Foto: noveski.com

FRISCHER FILM

» Hier gibt’s auch News, die ihr so nirgends gelesen habt.

1. SV Halstenbek-Rellingen

  • Starke 16 Spiele blieb der Herbstmeister vom Saisonstart weg ungeschlagen (11-5-0), bevor es ihn ausgerechnet im letzten Hinrundenspiel in Niendorf (3:4) doch noch erwischte.
  • Bärenstarke 38 Punkte holte HR in der Hinrunde – und steigerte sich damit das vierte Jahr in Folge (seit dem Wiederaufstieg 2011); 2011/12 hatte man 25 Zähler auf dem Konto, in den Jahren danach 28 bzw. 31 Punkte.
  • Jan-Marc Schneider erzielte nicht nur 11 Treffer, sondern ist laut „SpoMi“ auch notenbester Spieler der Liga (2,43)!
  • Noch nie in seiner Vereinsgeschichte war HR Hamburger Meister oder Pokalsieger.

2. VfL Pinneberg

  • 2010/11 wurde der VfL in der Hammonia-Staffel (Landesliga) mit zwei Punkten Vorsprung vor HR Meister (beide stiegen damals gemeinsam in die Oberliga auf), nun wurde man mit drei Punkten Rückstand auf den ewigen Rivalen Vizemeister.
  • Mit dem 3:0 am 10. Spieltag gegen Buxtehude holte der VfL in der ewigen OL-Tabelle seine Zähler 1.999 bis 2.001, knackte also die magischen 2.000. Nur Vicky und der ASV/FC Bergedorf 85 haben noch mehr Zähler auf dem Konto.
  • Sechsmal wurden die Pinneberger zwischen 1964 und 1977 Meister in Hamburgs höchster Amateurklasse, nur zu gerne würde man in der aktuellen „Jubiläums-Saison“ (40 Spielzeiten in der Oberliga und genau vor 50 Jahren erstmals Meister) nach 38 Jahren Wartezeit den siebten Titel folgen lassen.

3. Meiendorfer SV

  • 35 Punkte, Platz 3 – wohl niemand hätte dies dem MSV vor der Saison zugetraut. Damit hat man sogar einen Zähler mehr, als 2008/09 – und damals reichte das am Ende zur Vizemeisterschaft.
  • Nur 28 Tore in 17 Spielen – davon allein 20 Treffer durch Robert Subasic (9), Michael Sara (6) und Jephter Agyei Antwi (5). Noch nie in den letzten 10 Jahren (seit 2004/05 die 18er-Staffel eingeführt wurde) holte ein Team zur Hinrunde mit so wenig Toren so viele Punkte (Curslack hatte letzte Saison z.B. 34 Punkte bei 50 erzielten Treffern). Ähnlich dünn war es lediglich bei Cordi in der Spielzeit 2007/08 (27 Tore, 33 Punkte).

4. SC Victoria

  • Heimstärke und Marius Ebbers gleich RL-Aufstieg? Mit sieben Heimsiegen in Serie und insgesamt 11 Ebbers-Toren kommt der Rekordmeister so langsam in Schwung. Doch die chronische Auswärtsschwäche (nur zehn Punkte aus acht Partien) könnte die Meisterschaft kosten. Und wer weiß, ob HR nicht doch noch zur Regionalliga meldet. Thomas Bliemeister jedenfalls ließ keine Zweifel aufkommen, dass das sein Wunsch ist.
  • Schnapszahl: Es ist die 55. Saison, die Vicky in Hamburgs höchster Liga absolviert. 2.716 Punkte (aus 1.627 Spielen) sind es dabei bisher geworden.

5. TuS Dassendorf

  • 5 Niederlagen kassierte der Meister in den letzten sieben Partien binnen 41 Tagen (vom 12.10.-23.11.2014) – soviele, wie zuvor in 63 Partien (44-14-5) zwischen dem 17.04.2012 (1:3 gegen GSK Bergedorf) und dem 25.04.2014 (0:1 gegen TSV Buchholz 08) in zwei Jahren zusammen.
  • Das beste Sturm-Duo der Liga kickt am Wendelweg: Eric Agyemang (13) und Kristof Kurczynski (9) kommen zusammen auf 22 Treffer.

6. SV Rugenbergen

  • Betonabwehr: Nach der kuriosen letzten Saison mit einem Torverhältnis von 74:62 (!) setzen Ralf Palapies und sein Trainerstab dieses Jahr konsequent auf die Huub-Stevens-Taktik: Die Null muss stehen! Nur 15 Gegentore sind Liga-Bestwert!
  • Vor genau 10 Jahren (2003/04) tauchte der SVR erstmals im Hamburger Oberhaus auf und absolviert dieses Jahr seine achte Spielzeit in der OL. Das „Grusel“-0:0 am 16.11. beim SC Condor war dabei das 250. OL-Spiel für die Bönningstedter.
  • Fremd-Geher: Auswärts mögen es die „Teuflischen“ besonders gern: Mit 19 Punkten in der Fremde stellt man das beste Auswärtsteam der Liga!

7. HSV Barmbek-Uhlenhorst

  • Der Meister von 2004 (und 1963 + 1966) legte eine beeindruckende Hinrunde hin: 29 Punkte (und starke 36:17 Tore). Zum Vergleich: Vor 2 Jahren stand man zur Halbserie mit 14 Punkten auf Platz 16.
  • Rekordsieg: Das 7:0 bei Germania am 14. Spieltag war der höchste Sieg der Hinrunde (auf Platz 2 dieser Wertung folgt Buchholz mit dem 7:1 beim SCVM einen Spieltag später).

8. Niendorfer TSV

  • Nur einen Auswärtssieg konnten die Niendorfer holen – doch den ausgerechnet mit einem bombastischen 4:0 in Dassendorf. Dank Motivator „eilbek-andi“ von HAFO! O-Ton Ali Farhadi in der Pressekonferenz: „Dankeschön an Andi – den 4:1-Tipp in der Vorschau gegen uns konnte ich für die Ansprache an die Mannschaft gut verwenden. Das hat gewirkt, danke Andi“.
  • Sieben Siege und nur zwei Niederlagen am heimischen Sachsenweg – die Remiskönige der letzten Jahre (94 Unentschieden in den letzten 350 Spielen) „können nicht mehr teilen“!

9. Altona 93

  • „Rente mit 65“: Der letzte Titelgewinn des AFC liegt mit Ablauf dieser Saison tatsächlich schon 65 Jahre zurück: 1950 wurde man Meister in der „Elbe-Staffel“. Und es scheint so, als ob sich die Fangemeinde nach der enttäuschenden Hinrunde mindestens ein weiteres Jahr bis 2016 gedulden muss.
  • Negativ-Rekord: Seit dem Abstieg 2009 aus der Regionalliga holte Altona noch nie so wenig Punkte (26) zum Ende der Hinrunde. Und noch nie war man so schlecht platziert (Neunter).
  • Unten hui, Oben pfui: Bis auf das 3:0 gegen Dassendorf konnten die 93er gegen kein Team, das über dem AFC steht, dreifach punkten. Gegen die „Kellerkinder“ hingegen gelangen ordentliche sechs Siege.

10. SV Curslack-Neuengamme

  • Umbruch geglückt: Mit 25 Punkten (Platz 10) haben die stark verjüngten Vierländer nach 10 Ab- und 11 Zugängen eine ordentliche Hinrunde hingelegt – und die kürzlich eingeweihte Tribüne krönte diese natürlich nochmal.
  • Vor genau 40 Jahren (1973/74) tauchte der SVCN erstmals in seiner Vereinsgeschichte in der OL auf, blieb dort sechs Spielzeiten (bis inkl. 1978/79) und stieg dann erst wieder 2006 auf. Insgesamt 469 OL-Spiele stehen aktuell in der Statistik, starke 721 Punkte wurden geholt.
  • Das 1:1 von Deniz Herber gegen Vicky war der 800. Treffer der Curslacker in Hamburgs höchster Amateurliga. Und das 3:0 am 5. Spieltag in Elmshorn der 200. Sieg!

11. TSV Buchholz 08

  • Give me Five(hundred): Mit dem 3:2 beim USC Paloma am 17. Spieltag haben die Nordheider jetzt 502 Punkte in der Ewigen OL-Tabelle erreicht.
  • Bei den Toren hingegen ist man bei 498:320 stehen geblieben – das 500. Tor hat man sich also für die heimische OKK gegen Elmshorn aufgehoben!
  • Buxtehude hat nur einen Auswärtssieg und Elmshorn nur einen Heimsieg (bzw. sogar nur einen Sieg insgesamt) – jeweils mit freundlicher Unterstützung der Buchholzer!

12. SC Condor

  • Eigentlich wollte der Meister von 1996 dieses Jahr ganz oben angreifen, doch es wurde eine völlig verkorkste Hinrunde. Dank sieben Punkten aus den letzten drei Partien wurden es wenigstens noch 21 Zähler – aber immer noch die (deutlich) schlechteste Bilanz seit 2009 (als Trainer Mike Breitmeier zum Saisonende hin entlassen wurde).
  • Tor-Festival: Das 4:4 gegen Altona am 12. Spieltag war die torreichste Partie der Hinrunde (zusammen mit dem 7:1 von Buchholz beim SCVM und dem 6:2 des SCVM bei Paloma).
  • Remis-Könige: Mit satten neun (!) Punkteteilungen sind die Raubvögel die „Kuschel-Elf“ der Liga – und haben ihren „Titel“ erfolgreich verteidigt. Denn schon letzte Saison war der SCC zum Hinrundenende mit acht Remis Rekordhalter.

13. Buxtehuder SV

  • „Glück gehabt“: Die 1:4-Niederlage gegen Condor am 17. Spieltag war zwar schmerzhaft, aber wenigstens hat man das 1.000 Gegentor in der Oberliga vermieden (aktuell stehen jetzt 999 Gegentreffer auf dem Konto).
  • Ein Sieg fehlt noch: 597 Punkte (aus 513 Spielen) haben die Buxtehuder in der OL bisher geholt. Zur „runden 600“ fehlen also noch genau drei Zähler.
  • Jubiläum: Das 0:0 gegen Niendorf am 4. Spieltag bedeutete nicht nur den ersten Punktgewinn für den Aufsteiger (nach zuvor drei Pleiten), sondern war zugleich auch das 500. OL-Spiel in der Vereinsgeschichte.

14. FC Süderelbe

  • Acht Niederlagen in Folge bzw. nur ein Punkt aus den letzten 10 (!) Spielen – der schöne Saisonstart ist für den Aufsteiger nur noch Geschichte.
  • Das 1:5 gegen BU war das 150. Pflichtspiel von Trainer „Jonny“ Richter – und zum Jubiläum gab’s ein Jubiläum: Es war die 50. Niederlage seiner Amtszeit (76-24-50).

15. USC Paloma

  • Die Tauben sind aktuell der schlechteste Aufsteiger – allerdings stehen alle Drei (BSV, FCS, USC) jeweils nur einen Punkt getrennt in der Tabelle.
  • Neben der mageren Punkteausbeute (14) macht vor allem die schlechte Tordifferenz Sorgen (23:47). Im Abstiegsjahr 2012/13 hatte man 15 Punkte und 19:31 Tore, am Ende der Saison stieg man mit 49 Gegentoren ab…
  • Mit dem 1:0 gegen Meiendorf am 8. Spieltag kam der USC in der ewigen Tabelle auf genau 500 Punkte.

16. TuS Germania Schnelsen

  • Schießbude: Mit 50 Gegentoren stellen die Germanen die schlechteste Abwehr der Liga. Insbesondere auswärts kassiert man im Schnitt mehr als drei Tore pro Spiel.
  • Sieben Niederlagen in Folge – seit dem 4:2-Feiertag (am 3.10.) gegen Meiendorf holte Schnelsen keinen Punkt mehr.

17. SC Vier- und Marschlande

  • 11 Niederlagen zum Saisonstart – keine Mannschaft war in der 70jährigen Geschichte des Hamburger Oberhauses schlechter (davor war es 1999/2000 Barsbüttel mit neun Niederlagen).
  • Acht Niederlagen, 28 Gegentore – in Fünfhausen steht alles andere, als eine „Festung“. Mit so einer Heimbilanz steigt man eigentlich …

18. FC Elmshorn

  • Vom Krösus zum Bettler: Wohl selten konnte man diese Wandlung in so kurzer Zeit erleben, wie beim Ex-Meister. Vor ziemlich genau 18 Monaten (Ostern 2013) sah man sich noch auf dem Weg in die Regionalliga, gab eine pompöse Pressekonferenz in einem Luxus-Restaurant (in Norderstedt!). Seither ist aber viel passiert an der Wilhelmstraße …
  • Der FCE ist die einzige Mannschaft der Liga ohne Auswärtssieg (0-1-7) und stellt mit nur 5 Toren auch den schwächsten Angriff auf Gegners Plätzen.
  • Seit 16 Spielen (!) ist Elmshorn sieglos (0-3-13) – nur zum Start am 1. Spieltag gelang ein Sieg (3:2 gegen Buchholz).
Harry Jurkschat

Seit Gründung mit auf dem brennenden BTB-Rasen. Im Gegensatz zu Semmler ist Jurkschat smart. Eine Mischung aus Mehmet Scholl und Günter Netzer. Der ewig 31-Jährige Insiderexperte harmoniert sich von Meppen bis Kiel, ist der Ausbügler und Staubsauger in der 2. Reihe. Dazu kommt aufgrund internationaler Fussball-Erfahrung (6 Länderspiele für Deutschland) Know-How im Wesentlichen. Manko: Bisweilen zu symphatisch und häufig mit den Sekretärinnen beschäftigt.